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05.09.2011 | Euro-Krise

Ratingagentur: Eurobonds sind Ramsch!

Gemeinsame Schuldverschreibungen der Euro-Zone nutzlos

Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat mitgeteilt, daß sie sogenannte „Eurobonds“ im Falle ihrer Einführung mit dem Status „CC“ bewerten würde. Mit „CC“ kategorisiert S&P Schuldner, bei denen die hohe Wahrscheinlichkeit besteht, daß es zu einem Zahlungsausfall kommt oder ein Insolvenzverfahren beantragt werden muß, ohne daß ein Zahlungsverzug bereits eingetreten ist. Im Bonitätsranking steht die Einstufung „CC“, die auch als „Ramschstatus“ bezeichnet wird, nur zwei Stufen über der Wertung „Zahlungsausfall“. Moritz Krämer, Leiter des Länderbereichs Europa bei Standard & Poor’s, begründet die Entscheidung seines Unternehmens damit, daß man die Bewertung gemeinsamer europäischer Staatsanleihen nicht an den finanziell soliden, mit A-Rating eingestuften Euro-Ländern wie Deutschland oder Frankreich, sondern am Haftungsrisiko der Schuldenstaaten orientieren werde. Die Bonität der schwächsten Glieder des Euro-Verbundes wie Griechenland und Portugal würde also über die Qualität dieser Schuldverschreibungen entscheiden.

Da S&P die weltweit größte Ratingagentur ist, dürften sich auch ihre Mitbewerber dieser Einschätzung anschließen. Würden gemeinsame europäische Schuldverschreibungen, deren Einführung vor allem Krisenländer wie Italien befürworten, mit „CC“ bewerten werden, wären sie für institutionelle Anleger uninteressant. Um überhaupt Käufer zu finden, müßten diese Papiere mit einem sehr hohen Zinscoupon ausgestattet werden. Das Beispiel Griechenland zeigt, wohin die Reise dann gehen müßte: Griechische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren werden derzeit mit 18 Prozent (!) verzinst. Zweijährige Bonds der Hellenen werfen eine Rendite (Verhältnis Zinnsatz zu Kurs) von 46 Prozent ab. Zum Vergleich: Die Umlaufrendite für 10-jährige Anleihen der Bundesrepublik Deutschland ist gerade unter 2 Prozent gerutscht.

Sollte Standard & Poor’s seine Einschätzung zu Eurobonds nicht grundlegend ändern, scheiden gemeinsame Schuldverschreibungen der Euro-Staaten als Instrument zur Bewältigung der Finanzkrise aus. Dann blieben zur Rettung der Kunstwährung Euro nur noch milliardenschwere Rettungsschirme, deren Nutzen allerdings umstritten ist und die ein erhebliches Risiko für wirtschaftlich starke Geberländer mit Deutschland an der Spitze bedeuten. Die Alternative wäre ein Ende des Euro und die Rückkehr der europäischen Staaten zu ihren nationalen Währungen. Doch diese Option wird von der etablierten Politik vehement abgelehnt – noch!



 
 
 
 
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