Facebook Twitter Youtube

BIW - Bürger in Wut

Herzlich willkommen!

Vielen Dank für Ihren
Besuch auf dem
Internetportal der
bundesweiten
Wählervereinigung
BÜRGER IN WUT
(BIW).
Auf unseren Seiten
informieren wir Sie über
die politischen Ziele, aktuelle Verlautbarungen und Kampagnen der BIW.

 
 
Bremen
Zurück zur D-Mark
Fakten zur Asyldebatte
 

Blog

« Zurück

31.07.2014 | Wissenschaft und Forschung

Die Zukunftsperspektiven der Welt verdüstern sich

Gefahr einer neuen Finanzkrise - Eskalation kriegerischer Konflikte

In einem heute veröffentlichten Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“ hat der frühere Chefvolkswirt der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), William White, vor einer neuen globalen Finanzkrise gewarnt. Die könne deutlich größere Ausmaße annehme als der Crash von 2007. Dafür verantwortlich seien die Notenbanken, die mit einer Politik des exzessiven Gelddruckens das Kreditvolumen immer mehr aufbliesen und damit die Schulden erhöhten. Niedrige Zinsen und daraus resultierend eine expansive Kreditvergabe seien aber die eigentlichen Auslöser der Finanzkrise gewesen.

Weil das weltweite Wirtschaftswachstum in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist, läge die Verschuldung der Staaten gemessen am Bruttoinlandsprodukt heute um 20 Prozent höher als noch zu Beginn der Krise. Für den Ökonomen führt der Versuch der Notenbanken, die von vielen Experten befürchtete Deflation mit immer mehr billigem Geld zu verhindern, geradewegs in die Katastrophe. Eine Mitschuld an der Misere gibt White der Politik. Die scheue sich, unpopuläre Reformen etwa auf dem Arbeitsmarkt anzugehen, um die Wirtschaft zu stärken. Deshalb müssten die Zentralbanken in die Bresche springen, um das Schlimmste zu verhindern.

Die Aussagen von White, der nicht zum ersten Mal mit mahnenden Worten an die Öffentlichkeit tritt, sind ebenso beunruhigend wie die wirtschaftlichen und fiskalischen Eckdaten. Die globale Finanzkrise, die in Europa durch die Einheitswährung Euro verschärft wird, ist tatsächlich noch nicht überwunden. Vor allem in den Krisenländern Südeuropas wachsen Ausgaben und Schulden trotz der von den Medien immer wieder berichteten Sparanstrengungen weiter an. Das lähmt die wirtschaftliche Entwicklung und verringert die Steuereinnahmen des Staates. Ein Abbau der aufgehäuften Schuldenberge wird dadurch immer mehr zu einer Illusion. Doch auch in anderen Regionen der Welt schwächelt das Wachstum. Von einem kräftigen und nachhaltigen Aufschwung ist bislang wenig zu sehen, was auch an der geringen Investitionsbereitschaft liegt. Positiv sieht es nur an den Kapitalmärkten wie beispielsweise den Aktienbörsen aus, wo befeuert durch die überbordende Liquidität immer neue Höchstkurse markiert werden. Doch nun könnte die Party zu Ende gehen, denn viele Unternehmen sind völlig überbewertet.

Neben den ungelösten ökonomischen Problemen geben zahlreiche politische Konflikte Anlass zur Sorge: Im Nahen Osten eskaliert die Auseinandersetzung zwischen Israel und der extremistischen Hamas. Beide Seiten liefern sich heftige Gefechte im von Palästinensern bewohnten Gaza-Streifen. Es droht eine dritte Intifada, also ein großangelegter Aufstand der Palästinenser gegen Israel, der für jahrelange Unruhen in der Region sorgen würde. Im benachbarten Syrien tobt – von der Weltöffentlichkeit beinahe schon vergessen – immer noch ein blutiger Bürgerkrieg, in den verstärkt Kämpfer der islamistischen IS („Islamischer Staat“, früher ISIS) eingreifen. Im benachbarten Irak schickt sich IS an, das ganze Land zu erobern und ein Terrorregime zu errichten. Auch auf de afrikanischen Kontinent entführen und morden radikale Islamisten, vor allem in Nigeria, in Somalia und im Norden Malis. In Libyen, wo 2011 mit militärischer Unterstützung von USA und NATO Diktator Muammar al-Gaddafi gestürzt wurde, liefen sich rivalisierende Gruppen im Streit um die Macht blutige Kämpfe. Auch hier könnte der „Arabische Frühling“ schließlich in einem Bürgerkrieg enden. Und zu allem Überfluss wird Westafrika auch noch von einer Ebola-Epidemie heimgesucht, gegen die es kein Heilmittel gibt. Die Seuche scheint immer mehr außer Kontrolle zu geraten und könnte sogar nach Europa überschwappen.

Besonders gefährlich ist die Lage in Osteuropa. Die Gefechte zwischen der ukrainischen Armee und den von Russland unterstützten Separatisten in den östlichen Provinzen dauern an und werden mit zunehmender Härte geführt. Der Abschuss einer malaysischen Passagiermaschine am 17. Juli markierte einen neuen traurigen Höhepunkt in diesem Konflikt. Die USA und EU beschuldigen Moskau, für die Verschärfung der Krise verantwortlich zu sein und haben ihre Sanktionen dieser Tage noch einmal verschärft. Aus dem Umfeld des russischen Präsidenten Putin ist nun zu hören, dass die Kremlführung sogar mit einem Krieg in Europa rechnet. Sicherheitspolitiker warnen, dass es in der angespannten Lage zu unbeabsichtigten militärischen Zusammenstößen zwischen Russland und dem Westen und damit zu einer gefährlichen Eskalation kommen könnte – mit unabsehbaren Folgen für den Weltfrieden.
Der längst überwunden geglaubte Ost-West-Konflikt ist also unvermittelt zurückgekehrt. Er könnte sogar in eine kriegerische Konfrontation zwischen Russland und der NATO münden. Beide Seiten verfügen nicht nur über ein umfangreiches konventionelles Streitkräftearsenal, sondern auch über Atomwaffen, was in der öffentlichen Diskussion häufig vergessen wird.

Die Wolken, die am wirtschaftlichen und politischen Horizont unseres Planeten aufziehen, sie werden immer düsterer!

 



 
 
 
 
  • BIW-TV

    "Modellprojekt für Cannabis" Rede von Jan Timke (BIW) am 10.06.2020

    mehr mehr

 

Verteiler

Informationsverteiler der BIW

Jetzt anmelden!