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28.07.2014 | Arbeit und Soziales

Rationalisierung: Europa droht ein massiver Jobverlust

Kein Bedarf für neue Arbeitsimmigranten in Deutschland

Im September letzten Jahres sorgten Wissenschaftler der britischen Oxford Universität mit einer Studie zur Beschäftigungsentwicklung in den USA für Aufsehen. Danach werden 47 Prozent der dort heute noch vorhandenen Arbeitsplätze auf mittlere Sicht der fortschreitenden Digitalisierung zum Opfer fallen. Außerdem erwarten die Autoren eine dramatische Entwertung auch höherer Qualifikationen sowie ein Absinken der Einkommen.

Ausgehend von dieser wegweisenden Untersuchung hat das belgische Bruegel-Institut nun eine Analyse für die 28 EU-Staaten vorgelegt. Die Ergebnisse sind noch verheerender als die für den US-Arbeitsmarkt. Bruegel prognostiziert, dass in der Europäischen Union 54 Prozent aller Jobs durch den technischen Fortschritt bedroht sind. Besonders düster sieht es für die ohnehin schon stark gebeutelten Mitgliedsstaaten in Süd- und Osteuropa aus. Hier stehen 55,6 Prozent der Arbeitsplätze auf der Kippe. Für Deutschland sehen die Wissenschaftler ein Risiko von über 51 Prozent.

Nachstehend die Schätzungen für die einzelnen EU-Staaten (alphabetisch sortiert):

Belgien: 50,38%

Deutschland: 51,12%

Estland: 53,94%

Finnland: 51,13%

Frankreich: 49,54%

Griechenland: 56,47%

Großbritannien: 47,17%

Irland: 48,51%

Italien: 56,18%

Kroatien: 57,91%

Lettland: 51,08%

Litauen: 51,85%

Niederlande: 49,50%

Polen: 56,29%

Portugal: 58,94%

Rumänien: 61,93%

Schweden: 46,69%

Slowakei: 54,70%

Slowenien: 53,19%

Spanien: 55,32%

Ungarn: 55,34%

GESAMT: 54,00%

Die Studie des belgischen Think Tanks unterstreicht die von BIW schon seit längerem vertretende These, dass zukünftig sehr viel weniger Arbeitskräfte in Deutschland und Europa benötigt werden als gemeinhin angenommen wird. Trotz der ungünstigen demographischen Entwicklung und dem daraus resultierenden Rückgang des Erwerbspersonenpotentials ist bei uns perspektivisch nicht mit einem Mangel an Beschäftigungssuchenden zu rechnen, eher im Gegenteil. Diese Annahme legen nicht nur die oben genannten Abhandlungen aus Großbritannien und Belgien, sondern auch andere wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema nahe.

Vor diesem Hintergrund lehnen BIW Forderungen nach einer breit angelegten Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Nicht-EU-Ausland ab. Für eine solche Immigration besteht hierzulande kein Bedarf, nicht in der Gegenwart und – wegen des rasanten technischen Fortschritts - wohl auch nicht in Zukunft. Sollten sich wider Erwarten temporär doch Personallücken auftun, ist zunächst auf die in Deutschland zur Verfügung stehenden Humanressourcen zurückzugreifen. Diese Ressourcen kann man angepasst an die tatsächliche Arbeitsmarktsituation vergleichsweise flexibel nutzen. Einwanderer dagegen bleiben dauerhaft im Land und verursachen insbesondere bei negativer Beschäftigungsentwicklung gesellschaftliche Folgekosten, die erheblich sein können. Das haben die Erfahrungen mit der  Gastarbeiterzuwanderung in den sechziger und siebziger Jahren gezeigt.

Neben einer verstärkten Mobilisierung von Frauen und vor allem älteren Erwerbspersonen sowie einer verbesserten Fort- und Weiterbildung zur Steigerung der Produktivität darf auch eine maßvolle Ausweitung der Arbeitszeiten kein Tabu sein. Erst wenn das alles nicht reichen sollte, um den Personalbedarf der Wirtschaft zu decken, kann die Anwerbung von qualifizierten Arbeitnehmern aus Drittstaaten als ultima ratio in Erwägung gezogen werden, früher nicht. Andernfalls riskiert Deutschland nachhaltig hohe Erwerbslosenzahlen und eine Überforderung des durch die Alterung der Gesellschaft ohnehin stark beanspruchten Sozialstaats.



 
 
 
 
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