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11.07.2014 | Auswärtiges und Europa

Großoffensive des ukrainischen Militärs gegen Separatisten

Wird Russland den Aufständischen zur Hilfe kommen?

Im Windschatten der eskalierenden Lage im Nahen Osten hat die ukrainische Armee eine Großoffensive gegen die russischen Separatisten im Osten des Landes gestartet. Nachdem es den Truppen der Zentralregierung in Kiew vor einigen Tagen gelungen war, die lange umkämpfte Rebellenhochburg Slawjansk unter Einsatz von Artillerie und Kampfflugzeugen zurückzuerobern, steht nun der Sturm auf die Städte Donezk und Lugansk an.

Angesichts der personellen und materiellen Überlegenheit der ukrainischen Streitkräfte - einige Medien sprechen von einem Verhältnis 50:1 - haben die pro-russischen Freischärler wenig Chancen, dem Druck lange standzuhalten. Die heiße Phase der Kämpfe dürfte nach Meinung von Experten deshalb schon in wenigen Wochen beendet sein. Die einzige Hoffnung, die den Separatisten noch bleibt, ist ein militärisches Eingreifen Russlands in den Konflikt. Doch Moskau steckt in einem Dilemma: Entscheidet sich Präsident Wladimir Putin dazu, den Aufständischen in der Ostukraine zur Hilfe zu eilen, droht eine massive Verschärfung der Sanktionen durch den Westen. Die aber könnten die ohnehin fragile russische Wirtschaft ins Mark treffen und Moskau in der Weltgemeinschaft über Jahre politisch isolieren. Selbst eine militärische Reaktion der NATO wäre nicht ausgeschlossen, wenn auch unwahrscheinlich. Hält Russland dagegen still, während die Rebellion im Nachbarland blutig niedergeschlagen wird, würde das politische Image Putins, der sich der Öffentlichkeit gerne als „starker Mann“ präsentiert, nicht zuletzt im eigenen Land erheblich beschädigt.

Die entscheidende Frage ist also, wie Moskau auf die bei einem Fortgang der Kämpfe absehbare Niederlage der russischen Separatisten reagieren wird. Vor einigen Tagen begann ein Manöver der russischen Schwarzmeerflotte, an dem mehrere zehntausend Soldaten beteiligt sein sollen. Aktuellen Informationen von ukrainischer Regierung und NATO zufolge zieht Russland erneut Truppen an der Grenze zusammen. Angeblich sollen acht Bataillone bereitstehen, die kurzfristig in Marsch gesetzt werden könnten, um in die Kämpfe einzugreifen. Heute wurde bekannt, dass die Russen Grenzübergänge zur Ukraine geschlossen haben. Gleichzeitig häufen sich Berichte über Verletzungen des ukrainischen Luftraums durch russische Kampfflugzeuge. Ob es sich dabei nur um die üblichen Drohgebärden Moskaus handelt, die es in den vergangenen Wochen und Monaten schon des Öfteren gab, oder ob es tatsächlich zu einer russischen Intervention kommt, bleibt abzuwarten.

Eine besorgniserregende Meldung aus russischen Quellen ging am heutigen Freitagnachmittag über die Ticker. Danach soll Kiew im Gebiet Cherson, das an die von Russland besetzte Halbinsel Krim angrenzt, die totale Mobilmachung aller Männer bis zum Alter von 35 Jahren angeordnet haben. Außerdem, so der Bericht, ziehe die Armee an der Landenge von Perekop, die das ukrainische Festland mit der Krim verbindet, größere Truppenkontingente zusammen. Russische Beobachter sehen darin Vorbereitungen für eine Rückeroberung der im März von Russland annektierten Krim durch die Ukraine. Sollte es tatsächlich zu einem Angriff auf die Krim kommen, wäre ein Krieg zwischen beiden Ländern unausweichlich. Ein solches Szenario ist keineswegs undenkbar. Schließlich haben auch die westlichen Staaten und allen voran US-Präsident Obama deutlich gemacht, dass sie den Anschluss der Krim an Russland als völkerrechtswidrig betrachten und deshalb nicht hinzunehmen wollen.

Ein militärischer Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hätte für Europa dramatische Folgen. Ein dann zu erwartendes Ausbleiben der russischen Öl- und Gaslieferungen, die vor allem für Deutschland wichtig sind, würden einen scharfen Konjunkturrückgang auslösen und die ohnehin nur schwache Wirtschaftserholung in der Euro-Zone abwürgen. Gleichzeitig ist mit Turbulenzen an den Kapitalmärkten zu rechnen, die Auslöser einer neuen gloablen Finanzkrise sein könnten. Viele durch die Euro-Krise angeschlagene europäische Banken dürften die wohl nicht überleben. Außerdem müsste die EU mit einer neuen Welle von Kriegsflüchtlingen dann aus dem Osten rechnen.

Die deutsche Öffentlichkeit täte also gut daran, den aktuellen Ereignissen in der Ukraine mehr Beachtung zu schenken. Sie könnten von sehr viel größerer Bedeutung für die Zukunft unseres Landes sein als die aktuellen Auseinandersetzungen im Nahen Osten.



 
 
 
 
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