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13.10.2013 | Arbeit und Soziales

Technologischer Fortschritt vernichtet Millionen Arbeitsplätze

Debatte über Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte verfrüht

Kenneth Brand, Reasearch Dirctor beim US-Marktforschungsinstitut Gardner, sagt für die nächsten Jahre einen rasanten Technologiefortschritt voraus, der Millionen von Arbeitsplätzen überflüssig machen wird. So genannte „Smart Machines“ (intelligente Roboter) dürften nach Meinung von Brand deutlich mehr Jobs vernichten als von den Unternehmen neue geschaffen werden können. Diese von den Massenmedien kaum beachtete Studie sollten sich vor allem diejenigen Politiker zu Gemüte führen, die der Öffentlichkeit weismachen wollen, Deutschland sei auf Zuwanderung angewiesen, um die Folgen des demographischen Wandels zu bewältigen. Diese These wird nicht nur von der politischen Linken, sondern auch von bürgerlichen Parteien bis hin zur AfD vertreten, wobei letztere sogar ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild fordert.

Doch die Argumentation der Migrationsbefürworter greift zu kurz. Zwar ist es richtig, dass die Zahl der Erwerbspersonen wegen der schon seit Jahrzehnten ungünstigen Geburtenentwicklung immer weiter zurückgehen wird. Auch lässt sich dieser Prozess durch politische Maßnahmen allenfalls in langfristiger Perspektive umkehren. Daraus allerdings den Schluss abzuleiten, Deutschland benötige „kompensatorische Zuwanderung“, um die vermeintlichen Personallücken zu füllen, geht fehl. Denn das hierzulande verfügbare Angebot an Arbeitskräften beschreibt nur eine Seite der Medaille. Die andere ist die zukünftige Nachfrage der Wirtschaft nach Mitarbeitern. Diese Nachfrage aber kann schon auf mittlere Sicht nicht seriös vorhergesagt werden, weil sie von zahlreichen Faktoren abhängig ist, die nur schwer einzuschätzen sind. Dazu rechnen insbesondere der technologische Fortschritt und das daraus resultierende Rationalisierungspotential, dessen Bedeutung  von den Verantwortlichen regelmäßig unterschätzt wird. Darüber hinaus sind auch die Entwicklung der Weltwirtschaft, Einkommen und Nachfrageverhalten der Konsumenten sowie die Entscheidungen der Politik wichtige, aber kaum prognostizierbare Determinanten.

Vor diesem Hintergrund ist es schlicht absurd zu fordern, Deutschland müsse heute Arbeitskräfte im Ausland anwerben, weil in 10 oder 20 Jahren ein Mangel an Personal drohe. Der Behauptung, bei uns fehle es wegen der demographischen Schieflage zukünftig an Beschäftigten, kann die These entgegengesetzt werden, dass der Rückgang der Erwerbstätigenzahl in idealer Weise mit dem sinkenden Personalbedarf der Unternehmen korrespondiert. Zuwanderung noch dazu von gering qualifizierten Immigranten wäre dann kontraproduktiv, denn sie würde die Erwerbslosigkeit erhöhen. Das hätte eine unnötige Mehrbelastung des Sozialstaats zur Folge, der bedingt durch die finanziellen Herausforderungen, die aus der Alterung unserer Gesellschaft resultieren, ohnehin stark belastet sein wird.

Es ist auch gar nicht nötig, bei der Rekrutierung von ausländischen Arbeitskräften übertriebene Eile an den Tag zu legen. Denn wegen des Wachstums der Weltbevölkerung und dem ökonomischen Aufstieg der Schwellen- und Entwicklungsländer, die immer mehr Geld in die Bildung ihrer Bevölkerungen investieren, wird das global verfügbare Potential an qualifizierten Erwerbspersonen größer werden und nicht schrumpfen. Die von Politik und Lobbygruppen verbreitete Torschlusspanik ist also fehl am Platz. Über die Frage, ob Deutschland tatsächlich Zuwanderer benötigt, kann entschieden werden, wenn sich ein tatsächlich ein Personalmangel in der deutschen Wirtschaft abzeichnet. Das ist heute bei de facto 4 Millionen Arbeitslosen und rund 8 Millionen Menschen in schlecht bezahlten prekären Beschäftigungsverhältnissen sicherlich nicht der Fall.

Anstatt auf Einwanderung zu setzen, muss es vorrangig darum gehen, die längerfristigen Folgen des demographischen Wandels durch Rationalisierung, die Mobilisierung ungenutzter heimischer Personalressourcen wie ältere Erwerbsfähige und verstärkte Investitionen in die Aus-, Fort- und Weiterbildung zu bewältigen. Erst wenn sich diese Maßnahmen als nicht ausreichend erweisen sollten, kann über die Einwanderung qualifizierter Arbeitskräfte aus dem Nicht-EU-Ausland (und nur um die geht es) als zusätzliches Instrument der Beschäftigungspolitik diskutiert werden. Andernfalls dient die Anwerbung ausländischer Erwerbspersonen allein dem Zweck, die Löhne in Deutschland auch für qualifizierte Arbeitnehmer zu drücken, um die Profite der Unternehmen zu steigern. Die negativen Auswirkungen der Arbeitsmigration müssen dagegen von der breiten Bevölkerung getragen werden. Die Gastarbeiterzuwanderung der sechziger und siebziger Jahre, deren gesellschaftliche Folgen bis heute nicht vollständig bewältigt sind, sollte von den Verantwortlichen als historische Mahnung verstanden werden. Wird diese Mahnung ignoriert, läuft Deutschland Gefahr, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen!



 
 
 
 
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