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15.08.2013 | Recht und Justiz

Fall Jonny K: Gericht verkündet Urteile

Angeklagte kommen trotz Tötungsdelikt glimpflich davon

Im Prozess um die Prügelattacke auf den 20-jährigen Jonny K. sind heute vom Berliner Landgericht die Urteile verkündet worden. Der Hauptangeklagte Onur U. erhielt viereinhalb Jahre Jugendhaft, seine mitangeklagten Kumpane Haftstrafen von bis zu 2 Jahren und 8 Monaten. Das Gericht blieb damit unter dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft, die für Onur U. fünfeinhalb Jahre gefordert hatte. Prozessbeobachtern zufolge nahmen die Täter den Richterspruch zunächst recht locker zur Kenntnis. Der vorbestrafte Ex-Boxer Onur U. soll sogar gelacht haben. Angesichts der lächerlichen Strafen, die die Schlägerbande für die grundlose Tötung eines Menschen und die schwere Verletzung einer weiteren Person erhalten hat, ist das nicht einmal verwunderlich.

Wäre Onur U. in der Türkei geblieben und dort vor Gericht gestellt worden, hätte er mit einer lebenslangen Strafe wegen Mordes rechnen müssen. Im deutschen Strafrecht wird die tödliche Prügelorgie dagegen nur als „Körperverletzung mit Todesfolge“ klassifiziert. Außerdem kam Onur U. wie die meisten anderen Tatbeteiligten auch noch in den Genuss des milden Jugendstrafrechtes, obwohl alle Verurteilten zum Zeitpunkt der Tat bereits volljährig waren.

Das alles dürfte Onur U. nach seiner Flucht in die Türkei auch von seinem Anwalt gesteckt bekommen haben. Deshalb trat der Deutsch-Türke auch schleunigst die Rückreise nach Berlin an, nachdem die türkische Staatsanwaltschaft Ermittlungen in der Sache aufgenommen hatte.
Die Rechnung ging auf, wie der heutige Richterspruch gezeigt hat. Und wer weiß, vielleicht gelingt es Onur U. ja, das Strafmaß im Rahmen der von seinem Anwalt angekündigten Revision gegen das heute ergangene Urteil noch zu senken. Zuzutrauen wäre der deutschen Justiz auch das. Doch selbst wenn das Urteil Bestand haben sollte, könnten zumindest einige der Täter schon in einigen Monaten damit rechnen, in den offenen Vollzug entlassen zu werden. Eine im deutschen Jugendstrafvollzug durchaus übliche Vergünstigung.

Wer hofft, dass Onur U. und seine Kumpane sofort nach Verbüßung ihrer Haftstrafen aus Deutschland ausgewiesen werden, dürfte sich ebenfalls getäuscht sehen. Die meisten Verurteilten besitzen nämlich den deutschen Pass und können deshalb nicht in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt werden. Doch auch ohne deutsche Staatsbürgerschaft wäre eine Aufenthaltsbeendigung schwierig. Denn bei den Betroffenen handelt es sich um Türken oder Griechen. Und die dürfen nicht zuletzt aufgrund europarechtlicher Vorschriften nur ausnahmsweise ausgewiesen werden. Traurig, aber wahr!

Nachtrag (16.08.2013): Wie unterschiedlich Gerichte in Deutschland urteilen, zeigt folgender aktueller Fall: Gestern und damit am gleichen Tag, an dem auch die Berliner Richter ihre Entscheidung bekannt gaben, verurteilte das Landgericht Nürnberg-Fürth einen 38-jährigen Mann aus Schwabach zu 5 Jahren und 3 Monaten Haft. Seine Straftat: Er hatte im April letzten Jahres einen Taxifahrer mit einer abgesägten Schrotflinte bedroht. Das Opfer kam glücklicherweise mit dem Schrecken davon. Trotzdem soll der Schwabacher, ein Familienvater, der noch dazu Drogenprobleme hat, für mehr als fünf Jahre ins Gefängnis. Dagegen erhielt der vorbestrafte Onur U. als Haupttäter für die brutale Tötung von Jonny K. gerade einmal viereinhalb Jahre Haft. Seine Komplizen kamen mit höchstens zwei Jahren und acht Monaten noch „billiger“ davon. Angesichts einer solchen Rechtsprechung kann es nicht verwundern, dass immer mehr Bürger das Vertrauen in die deutsche Justiz verlieren!

 



 
 
 
 
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