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07.08.2012 | Politik

Fall Drygalla: BMI will Extremismusklausel für Sportler

Im Zusammenhang mit der Debatte um die Rudersportlerin Nadja Drygalla denkt das Bundesinnenministerium über eine Neuregelung der deutschen Sportförderung nach. Offenbar sollen Athleten, die Fördermittel beantragen, zuvor eine Extremismusklausel unterschreiben. Grundsätzlich ist es natürlich richtig verhindern zu wollen, dass Steuergelder Verfassungsfeinden zugute kommen, die unseren Staat und seine freiheitliche-demokratische Grundordnung ablehnen oder gar bekämpfen. Das muss für politische Extremisten von links und von rechts sowie für religiöse Fundamentalisten gleichermaßen gelten.

Was Nadja Drygalla angeht, so ist allerdings nach den Maßstäben zu fragen, die dabei gelten sollen. Die Ruderin Drygalla sei „ein bisher nicht vorstellbarer Extremfall“, so das BMI. Ein Extremfall? Das einzige, was man Drygalla konkret vorwirft ist die Tatsache, dass ihr Lebensgefährte früher einmal aktives NPD-Mitglied war. Die Sportlerin selbst hat sich unmittelbar nach Bekanntwerden ihrer Liaison öffentlich und unmissverständlich vom Rechtsextremismus distanziert. Radikale oder gar fremdenfeindliche politische Äußerungen der jungen Sportlerin sind nicht bekannt, wie auch Mannschaftskollegen bestätigt haben.

Man muss sich ernsthaft fragen: Gibt es in Deutschland neuerdings wieder Sippenhaft? Dürfen zukünftig nur noch solche deutschen Sportler an Olympia teilnehmen, die nach den Regeln der Political Correctness hundertprozentig linientreu sind? Und woher nimmt der Staat eigentlich das Recht, Menschen wegen politischer Auffassungen, die nicht einmal sie selbst, sondern Angehörige ihres privaten Umfeldes vertreten, öffentlich zu stigmatisieren und damit zum Freiwild für Hetzkampagnen bestimmter Medien zu machen? Der ganze Vorgang ist um so peinlicher wenn man berücksichtigt, dass mit Hans-Peter Friedrich ausgerechnet ein CSU-Politiker an der Spitze des Bundesinnenministeriums steht.

Wo sind übrigens die Vertreter der politischen Linken, die in den siebziger Jahren so wacker gegen den Radikalenerlass gestritten haben, der sich damals vor allem gegen Linksextremisten richtete? Von denen ist entweder gar nichts zu hören oder sie beteiligen sogar noch an der Hexenjagd auf Frau Drygalla. Das nennt man denn wohl politische Doppelmoral.

Auslöser der Debatte um Nadja Drygalla war übrigens ein Artikel auf dem linksextremen Internetportals „indymedia“, einem Sprachrohr der autonomen Szene, das im aktuellen Verfassungsschutzbericht der Bundesrepublik Deutschland mehrfach Erwähnung findet. Auf der politischen Bühne war es die Linkspolitikerin und stellvertretende Bundestagsvorsitzende Petra Pau, die unmittelbar nach der Veröffentlichung bei indymedia lautstark Front gegen die Sportlerin machte. Pau, früher SED-Mitglied und Kaderkommunistin in der DDR, behauptete u.a., Drygalla werde ein „strammer Hang ins Nazi-Milieu" nachgesagt. Man kann sich unschwer ausmalen, aus welcher Ecke solche Unterstellungen kommen, für die bislang jeder Beweis fehlt. Es wird jedenfalls immer deutlicher, dass manche Akteure mit Kampagnen wie gegen Nadja Drygalla den politischen Zweck verlegen, unter dem Deckmäntelchen des „Kampfes gegen rechts“ den Boden für eine neue „DDR-Light“ in Deutschland zu bereiten. Dem müssen sich wahre Demokraten entgegenstellen.

Update (10.08.2012):

Wir müssen uns korrigieren, nicht alle Linken in Deutschland verhalten sich im Fall Drygalla doppelzüngig. Daniel Cohn-Bendit, Europaabgeordneter und Vordenker der Grünen, empört sich über den Umgang mit Nadja Drygalla. Der sei „bigott und skandalös“. Gleichzeitig warnt Cohn-Bendit vor „Gesinnungsschnüffelei“ des Staates, die im Fall Drygalla zudem nur auf Vermutungen basierte, die sich später als unrichtig herausstellten. Ähnlich äußert sich der Alt-68er und Welt-Herausgeber Thomas Schmid, der auch die infamen Äußerungen des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirchen in Deutschland, Präses Nikolaus Schneider, aufs Korn nimmt. Schneider hatte Drygalla unter Hinweis auf ein Bibelzitat zur „Umkehr“ aufgerufen – ohne freilich zu erläutern, warum und in welche Richtung sich die Sportlerin eigentlich neu besinnen soll. Mit seiner Äußerung unterstreicht Schneider, dass die EKD längst zu einer politisch linken Institution verkommen ist, die ihre Glaubwürdigkeit als ernstzunehmende theologische Instanz weitgehend eingebüßt hat.



 
 
 
 
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