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12.08.2012 | Euro-Krise

Sinn warnt vor „demographischer Staatsschuldenkrise“

Lasten der Euro-Rettung verschärfen Probleme Deutschlands

Ein überaus interessanter Vortrag von Hans-Werner Sinn, seines Zeichens Präsident des Münchener Ifo-Instituts. Sinn zeigt, dass Deutschland aufgrund seiner im internationalen Vergleich sehr ungünstigen demographischen Entwicklung und den schon heute hohen öffentlichen Schulden bereits in zwei Jahrzehnten mit praktisch unlösbaren Problemen konfrontiert sein wird. Dann nämlich erreicht die Baby-Boomer-Generation das Rentenalter (1964 wurden in der Bundesrepublik 1.357.304 Kinder geboren, die höchste Zahl nach 1945). Angesichts dieser absehbaren und gleichsam unvermeidlichen Entwicklung, die auch durch eine noch so große Einwanderung nicht kompensiert werden kann, müsste die Politik jetzt unbedingt finanzielle Rücklagen schaffen, um die sozialen Folgen abzumildern. Doch stattdessen bürden die Verantwortlichen Deutschland mit der absurden Euro-Rettung immer neue Haftungsrisiken auf. Die belaufen sich aktuell (Stand 03.08.2012) auf 778 Milliarden Euro.

Die EU-Kommission, die den Euro auch im Interesse des eigenen Machterhalts unbedingt vor dem Untergang bewahren will, geht sogar noch weiter. Sie will eine Bankenunion in Europa. Werden diese Pläne Realität, dann müssten die Steuerzahler nicht nur für die Schulden anderer Staaten, sondern auch für die der Geldinstitute haften. Mit den zugesagten Hilfen für die spanische Finanzindustrie, die 100 Milliarden Euro aus dem Rettungsschirm erhalten soll, ist ein erster Schritt in diese Richtung getan worden. Ein Irrsinn, weil die Verbindlichkeiten die europäischen Banken um ein Vielfaches höher sind, als die der öffentlichen Haushalte. Gesamthaft belaufen sich die Staats- und Bankenschulden der Krisenländer auf 12 Billionen Euro. Selbst wenn nur ein kleiner Teil davon abgeschrieben werden müsste, wären die Lasten nicht zu stemmen, auch vom angeblich so reichen Deutschland nicht. An dieser Stelle seines Redebeitrags macht der Ökonom deutlich, warum Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker, der zugleich Premierminister Luxemburgs ist, unbedingt eine Vergemeinschaftung auch der Bankenschulden erreichen will. Soviel sei verraten: Es ist nicht allein die Sorge um den Euro, die Juncker umtreibt.

Das ernüchternde Fazit von Sinn lautet: Deutschland steuert unweigerlich auf eine demographische Staatsschuldenkrise zu, deren Ausmaß sich durch die Euro-Rettung und ihre Risiken dramatisch verschärfen kann. Ein aufwühlender Diskussionsbeitrag von Sinn, dem manche Politiker vorwerfen, er habe keine Ahnung. Tatsächlich ist es genau umgekehrt!



 
 
 
 
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