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30.07.2012 | Euro-Krise

Griechen brauchen weitere 30 Milliarden

Rückkehr zur Drachme brächte viele Vorteile

Kaum zu glauben, aber wahr: Die Griechen brauchen weitere 30 Milliarden Euro von den Geberländern, weil der Forderungsverzicht der privaten Gläubiger nicht ausgereicht habe und die griechische Wirtschaft am Boden liegt. Nun bestätigt sich, was Kritiker immer schon befürchtet haben: Hellas ist ein Fass ohne Boden! Wann endlich begreift die Politik in EU-Europa, dass Griechenland im Euro-Raum ökonomisch nicht gesunden kann, weil die Gemeinschaftswährung für die Griechen viel zu stark ist und deshalb ihre Konjunktur stranguliert? Aber solange der Euro von den Verantwortlichen in Brüssel und Berlin primär als ein politisches Vehikel gesehen wird, um gegen den Willen der Völker einen zentralistischen Einheitsstaat in Europa zu erzwingen, spielt wirtschaftliche Vernunft nur eine untergeordnete Rolle.

Warum wäre es für Griechenland besser, zur Drachme zurückzukehren? - Der Euro ist gemessen an der vergleichsweise geringen Leistungskraft der griechischen Volkswirtschaft eine für das südeuropäische Land zu harte Währung. Deshalb sind die Waren und Dienstleistungen Griechenlands im internationalen Vergleich zu teuer. Das macht sich nicht nur bei den Industrie- und Agrarerzeugnissen, sondern auch in dem für Hellas so wichtigen Tourismussektor bemerkbar. Viele Urlauber weichen in die benachbarte Türkei aus, weil die relativ schwache türkische Lire den Ferienaufenthalt dort günstiger macht als in Griechenland. Vor dem Beitritt zum Euro-Raum konnten die Griechen die Drachme abwerten, um so Kostennachteile gegenüber ihren Wettbewerbern auszugleichen. In der Europäischen Währungsunion besteht diese Möglichkeit nicht mehr. Will ein Euro-Mitgliedsstaat seine Konkurrenzfähigkeit verbessern, muss er insbesondere Löhne und Sozialabgaben senken, um die eigenen Produkte preiswerter anbieten zu können. Für die Griechen, die seit der Euro-Einführung begünstigt durch die niedrigen Zinsen über ihre Verhältnisse gelebt haben, würde das einen Wohlstandsverlust von mindestens 30 Prozent bedeuten. Derart rigide Sparprogramme sind politisch nicht durchsetzbar, schon gar nicht auf kurze Sicht. Würde es die griechische Regierung dennoch versuchen, wären bürgerkriegsähnliche Unruhen und am Ende vielleicht sogar eine neue Militärdiktatur zu befürchten, die es schon einmal zwischen 1967 und 1974 gab.

Deshalb kann es für Athen nur einen vernünftigen Weg aus der Krise geben: Griechenland kehrt zur Drachme zurück und wertet sie ab, um die verloren gegangene Wettbewerbsfähigkeit ohne tiefgreifende Einschnitte zu Lasten der Bevölkerung zurückzugewinnen. Kritiker wenden ein, dass die im Vergleich zum Euro schwächere Drachme die Importe für Griechenland deutlich verteuern würde. Das ist richtig, darf aber nicht als Gefahr gesehen, sondern als Chance für die griechische Wirtschaft begriffen werden. Denn eine schwache Drachme wirkt wie ein Schutzzoll, der Einfuhren preislich unattraktiv macht und damit heimische Produzenten begünstigt. Die meisten der heute führenden Volkswirtschaften haben im 19. Jahrhundert Importzölle erhoben, um die eigene im Aufbau befindliche Industrie vor Konkurrenz aus dem Ausland zu schützen. Ein Beispiel sind die USA. Griechenland könnte u.a. zu einem führenden Standort für die Solar- und Windkraftbranche werden, um das Land von den dann teureren Energieimporten unabhängiger zu machen und mit dem Export von Strom bzw. Erzeugnissen wie Sonnenkollektoren das Leistungsbilanzdefizit abzubauen. Auch würde Hellas als Produktionsstandort für ausländische Investoren sehr viel interessanter werden.

Die Rückkehr zur Drachme wäre für Griechenland also in doppelter Hinsicht vorteilhaft: Die Ausfuhren würden steigen, die Importe dagegen zurückgehen, was dem Land den Aufbau einer industriellen Basis ermöglichen würde, die heute praktisch nicht existiert. Mit einer nationalen Währung könnten die Griechen wirtschaftlich neu anfangen und damit die Grundlage für wieder steigende Steuereinnahmen schaffen, um mittel- bis langfristig das hohe Staatsdefizit zurückzufahren. Bleibt das Land dagegen im Euro, wird Athen dauerhaft in die Rolle eines Almosenempfängers gedrängt, der sich von der EU als Gegenleistung für immer neue Kredite seine Haushalts-und Fiskalpolitik vorschreiben lassen muss. Damit würden die Griechen ein zentrales Element ihrer demokratisch legitimierten Souveränität verlieren.



 
 
 
 
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