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10.07.2012 | Umweltpolitik

Gebäudesanierung: Kostenfalle für Mieter und Eigenheimbesitzer

Aufwand in Billionenhöhe

Während allenthalben über steigende Stromkosten im Zuge der Energiewende diskutiert wird, rollt weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit die nächste Kostenlawine auf Deutschlands Verbraucher zu: Die energetische Gebäudesanierung. Um dieses Programm zur CO2-Einsparung voranzutreiben, plant die Bundesregierung eine Änderung des Mietrechts. Vermietern sollen die Sanierungskosten künftig zum größten Teil auf die Mieter abwälzen können. Schon heute müssen die Betroffenen infolge dieser Baumaßnahmen mit deutlichen Mietpreissteigerungen rechnen, die teilweise bis zu 100 Prozent betragen. Diese Mehrbelastung wird durch die Heizkostenersparnis nur zu einem Bruchteil kompensiert. Für sozial Schwache werden die Mieten dadurch unbezahlbar, sie werden aus ihren Wohnungen regelrecht heraussaniert. Betroffen sind aber nicht nur Mieter, sondern auch Eigenheimbesitzer. Denn nach der Energieeinsparverordnung (EnEv) soll bis 2030 die Hälfte aller Gebäude in Deutschland energetisch saniert werden. Dafür fallen pro Quadratmeter je nach Bauzustand Kosten von 450 bis 1.000 Euro an. Bis 2050 sollen alle Gebäude in Deutschland wärmegedämmt sein. Experten beziffern die Gesamtkosten dieses Vorhabens auf bis zu 3,3 Billionen (!) Euro.

Im Vergleich dazu sind die staatlichen Fördermittel für zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse mit gerade einmal 1,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr geradezu mickrig. 2010 waren es noch 5 Milliarden gewesen. Selbst wenn man das Fördervolumen wieder auf dieses Niveau aufstockte, wären das bis 2050 in Summe gerade einmal 190 Milliarden Euro und damit nur ein kleiner Bruchteil der  notwendigen Investitionen. Soll heißen: Auf den Kosten werden im Wesentlichen Wohneigentümer und Mieter sitzenbleiben.

Verlierer der staatlich erzwungenen Wärmedämmung werden vor allem Rentner und Pensionäre sein, die sich eine Immobilie zur Altersvorsorge gekauft haben, sei es zur Eigennutzung oder zur Weitervermietung. Für sie lohnt sich die energetische Gebäudesanierung kaum, denn trotz Heizkostenersparnis dauert es Jahrzehnte, bis sich der zumeist auch noch kreditfinanzierte Aufwand rechnet. Ihnen bleibt vielfach nur der Verkauf ihrer Häuser. Dasselbe gilt für Immobilienbesitzer, denen es am erforderlichen Kleingeld fehlt, um die energetischen Baumaßnahmen zu bezahlen bzw. die keinen Kredit von der Bank erhalten. Die absehbare Folge des dadurch wachsendes Angebotes auf dem Markt: Ein schleichender Verfall der Immobilienpreise in Deutschland, der durch den Bevölkerungsrückgang infolge der demographischen Entwicklung noch verstärkt wird. Für viele Investoren, die ihr Geld in den letzten Jahren aus Furcht vor Inflation in Wohnimmobilien gesteckt haben, könnte es schon bald ein böses Erwachen geben!



 
 
 
 
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