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24.02.2009 | Türkei-Beitritt

Konservativ-islamisch und bildungsfern

Aktuelle Meinungsumfrage offenbart die türkische Volksseele

Der Durchschnittsbürger in der Türkei liest keine Bücher, reist nicht ins Ausland, mißtraut Ausländern und wählt die regierende AKP, so faßt die „Welt“ das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts “Konda” im Auftrag der Tageszeitung “Hürriyet” zusammen. Mit der Studie sollte die Frage geklärt werden, wie nah die türkische Gesellschaft den Wertvorstellungen Europas heute steht.

Die Antwort ist ernüchternd: Trotz des „Reformprozesses“ und der Übernahme zahlreicher EU-Rechtsvorschriften ist die Türkei heute islamischer und damit weiter von den geistigen Grundlagen der europäischen Kultur entfernt als noch vor einigen Jahren. Das zeigen auch folgende Zahlen der Erhebung, die Auskunft über das Frauenbild der türkischen Bevölkerung geben: Fast 70 Prozent der Befragten vertreten die Auffassung, daß Frauen nur dann arbeiten gehen dürfen, wenn sie dazu die Erlaubnis ihres Ehemannes erhalten haben. 57 Prozent der Umfrageteilnehmer halten es auch im Hochsommer für „unsittlich“, wenn Frauen in der Öffentlichkeit ärmellose Oberbekleidung tragen. Und 53 Prozent wollen, daß im türkischen Staatsdienst beschäftigte Frauen an ihrem Arbeitsplatz ein Kopftuch tragen dürfen. Daß mehr als 50 Prozent der türkischen Männer ihre Ehemänner mehr oder minder regelmäßig schlagen, ist bereits aus anderen Studien der jüngeren Vergangenheit bekannt.

Groß ist die Zustimmung der türkischen Wahlberechtigten zur Regierungspartei AKP. Die erreicht derzeit in Meinungsumfragen eine Zustimmung von bis zu 63 Prozent. Ein echter Sympathieträger für den türkischen Normalbürger ist Ministerpräsidenten Recep Erdogan. Der konnte mit seinen verbalen Ausfällen gegen Israel im Gaza-Konflikt und seinen unverschämten Äußerungen in Richtung EU offenbar deutlich punkten.

Die Popularität der türkischen Regierung steigt also in dem Maße, wie sich Ankara Positionen radikaler Islamisten in der arabischen Welt zu eigen macht und auf Distanz zur EU geht. Letzteres ist nicht verwunderlich, denn die anfängliche Euphorie der Türken für einen Beitritt ihres Landes zur Europäischen Union ist längst verflogen. Da hört der türkische Wähler europakritische Töne der eigenen Regierung gerne. In der EU selbst spricht sich schon seit Jahren eine Mehrheit der Menschen gegen einen EU-Beitritt der Türkei aus. Besonders groß ist die Aversion gegen eine Mitgliedschaft des kleinasiatischen Landes übrigens in Österreich, Deutschland und Frankreich – den EU-Staaten also, wo die Zahl türkischer Zuwanderer besonders groß ist.

Angesichts der massiven Integrationsprobleme türkischer Migranten, die trotz beschönigender Kommentare von etablierter Politik und Presse auch hierzulande längst offenkundig sind, sollte dieser Befund niemanden verwundern. Die aktuellen Zahlen aus der Türkei legen die Vermutung nahe, daß es mit der Integrationsfähigkeit bzw. -bereitschaft türkischer Neuzuwanderer vom Bosporus, die nach einem EU-Beitritt des Landes in großer Zahl nach Mitteleuropa kämen, auch nicht viel besser bestellt wäre.



 
 
 
 
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