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30.01.2009 | Türkei-Beitritt

Türkei-Premier Erdogan benimmt sich daneben

Eklat in Davos

Der türkische Ministerpräsident Recep T. Erdogan verließ am gestrigen Donnerstag nach einem heftigen Streit mit dem israelischen Ministerpräsidenten Peres über den Nahost-Konflikt wutentbrannt das Podium des Weltwirtschaftsgipfels in Davos. „Ich komme nicht mehr nach Davos, weil Sie mich nicht sprechen lassen“, meckerte Erdogan, der sich wegen angeblich zu kurzer Redezeit in der Diskussion benachteiligt fühlte. Zu Hause in Istanbul angekommen wurde Erdogan von Tausenden begeisterter Anhänger in Empfang genommen. Die bejubelten Erdogan als „Eroberer von Davos“ und skandierten israelfeindliche Parolen.

Hier ein Bildmitschnitt des Vorfalls in Davos und den anschließenden Protestkundgebungen in der Türkei:

http://cosmos.bcst.yahoo.com

Das öffentliche Auftreten von Erdogan auf dem internationalen Parkett und sein Verhalten gegenüber der EU werden immer unverschämter. Man denke nur an die seit Wochen währende offene Parteinahme der türkischen Regierung für die radikal-islamische Hamas im Gaza-Streifen, die nicht nur von Israel, sondern auch den USA und der Europäischen Union als terroristische Organisation eingestuft wird. Von den deutlich antisemitischen Tönen aus Ankara einmal ganz zu schweigen. Oder der dreiste Versuch Erdogans von vor einigen Tagen, Brüssel mit der Drohung zu erpressen, sein Land würde die Unterstützung der Nabucco-Gaspipeline (Gasleitung vom Kaspischen Meer zum Mittelmeer, die durch die Türkei führt und der Energieversorgung Europas dient) in Frage stellen, sollte die Türkei nicht bald in die Europäische Union aufgenommen werden. Hätten die Verantwortlichen in Brüssel nur einen Funken Selbstachtung im Leib, wären die Beitrittsgespräche mit der Türkei spätestens jetzt abgebrochen worden. Doch die Türkei-Lobby in der EU behält weiter die Oberhand. EU-Kommissionspräsident Barroso beließ es bei einer laschen Ermahnung der türkischen Seite.

Nach dem Vorfall von Davos kann man sich unschwer vorstellen, wie das wohl aussehen würde, wenn türkische Regierungsvertreter nach einem Beitritt ihres Landes zur EU in den Brüsseler Entscheidungsgremien säßen: Kann die Türkei ihre Positionen hier nicht durchsetzen kann, spielen die Repräsentanten aus Ankara beleidigte Leberwurst, weil sie die „Ehre der Türkei“ verletzt sehen, und verlassen aus Protest die Sitzung. Auseinandersetzungen dieser Art sind vorprogrammiert, wenn Ankara nicht einmal in wichtigen Grundsatzfragen den europäischen Konsens teilt. Die vielbeschworene „politische Handlungsfähigkeit“ der Europäischen Union, sie dürfte mit einer EU-Mitgliedschaft der Türkei endgültig Makulatur sein.

Gestern hat der erzürnte Erdogan angekündigt, er wolle nicht mehr nach Davos zurückkehren. Wir hätten nichts dagegen, wenn er sich zukünftig auch aus Brüssel fernhalten würde.



„Für ein europäisches Europa – NEIN zu einem EU-Beitritt der Türkei!“
 


 
 
 
 
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